Hausstaubmilben


Der wissenschaftliche Name der Hausstaubmilben „Dermatophagoides“ bedeutet in der Übersetzung „Hautfresser“. Grund für diese Bezeichnung sind die abgestorbenen menschlichen Hautschuppen, die den Spinnentieren als Nahrungsquelle dienen. Ein Mensch verliert täglich im Durchschnitt 1,5 Gramm Hautschuppen und liefert den Hausstaubmilben somit einen idealen Nährboden. Hausstaubmilben haben optimale Wachstums- und Lebensbedingungen bei Raumtemperaturen von 25°C und einer relativen Luftfeuchte von 70 %, beträgt die Luftfeuchte weniger als 50 % sterben sie ab.

Hausstaubmilben – die unsichtbaren Mitbewohner

Die mikroskopisch kleinen Hausstaubmilben sind eine Gattung der Milben und haben eine Größe von 0,1 bis 0,5 mm. Die winzigen Spinnentiere haben acht Beine und sind mit bloßem Auge nicht erkennbar. Der Wachstumszyklus der Hausstaubmilben beträgt in der Entwicklung vom Ei zur Erwachsenenform circa drei bis vier Wochen. Die Lebensdauer erwachsener Milben beträgt allerdings nicht mehr als sechs Wochen, in denen weibliche Hausstaubmilben bis zu 80 Eier legen können. Die menschlichen Hautschuppen, von denen sich die Hausstaubmilben ernähren, sind für die Spinnentiere allerdings erst nutzbar, wenn sie von den Schimmelpilzen der Gattung „Aspergillus“ verdaut worden sind. Hausstaubmilben tragen diesen Pilz auch auf ihrem Körper und verteilen ihn ständig, wenn sie sich bewegen. Ideale Lebensbedingungen finden die winzigen Tierchen in Polstermöbeln, Teppichen, Kissen und Betten. Die beiden häufigsten Milbenarten, die in den Wohnräumen von Menschen vorkommen heißen „Dermatophagoides pteronyssinus“ und „Dermatophagoides farinae“. Insgesamt gibt es 35 bekannte Arten der Hausstaubmilben.

Hausstaubmilben – Ursache für Hausstauballergien

Der Kot der Hausstaubmilben enthält allergieauslösende Bestandteile und ist die Ursache für Hausstauballergien. Der allergieauslösende Kot verteilt sich als feiner Staub, der wenn er eingeatmet wird, zu allergischen Reaktionen führen kann. Es sind also nicht die Hausstaubmilben selbst, die Allergien hervorrufen können, sondern bestimmte Eiweiße, die im Kot der Tiere vorhanden sind. In Deutschland ist die Zahl der betroffenen Allergiker besonders hoch. Etwa jeder Zehnte Deutsche leidet an einer Hausstauballergie. Verschiedene Anti-Milben-Mittel helfen allerdings bei der Reduzierung der Plagegeister.

Hausstaubmilben gehören zur Gattung der Spinnentiere, weisen eine Größe von 0,1 Millimetern auf und sind daher mit bloßem Auge kaum wahrnehmbar. Sie ernähren sich von abgelösten Hautschuppen und benötigen eine hohe Luftfeuchtigkeit und Wärme zum Überleben. Auf Matratzen, Decken, Kissen, Teppichen und Polstermöbeln fühlen sie sich daher besonders wohl.  Täglich verliert ein Mensch ein bis zwei Gramm Hautschuppen – eine Menge, von der etwa 1,5 Millionen Hausstaubmilben ernährt werden können.
Hausstaubmilben leben circa drei bis vier Monate. In dieser Zeit bringt ein Weibchen bis zu 300 Eier hervor.

Symptome einer Hausstaubmilbenallergie

Durch die Hausstaubmilben können keine Krankheiten übertragen werden, jedoch sind sie Auslöser der Hausstaubmilbenallergie. Die Symptome ähneln denjenigen des Heuschnupfens: Eine verstopfte Nase, tränende oder gerötete Augen sind ebenso wie Husten oder Niesanfälle häufig. Während der Heuschnupfen sich jedoch insbesondere im Frühling und Sommer bemerkbar macht, treten die Beschwerden bei einer Hausstaubmilbenallergie vorwiegend in den Wintermonaten auf und sind darüber hinaus in der Nacht sowie am Morgen am größten. In Deutschland sind über vier Millionen Menschen von einer Hausstaubmilbenallergie betroffen. Nach den Pollen rangiert die Hausstaubmilbenallergie damit auf dem zweiten Platz der häufigsten Allergieauslöser. Hierbei ist es der eiweißhaltige Kot der Milbe, auf den Betroffene allergisch reagieren.

Diagnose

Nachgewiesen werden kann die Hausstaubmilbenallergie durch einen Allergietest. Der sogenannte Prick-Test kommt hierbei am häufigsten zur Anwendung: Der Facharzt träufelt verschiedene Lösungen, die potenzielle Allergene enthalten, auf den Unterarm und sticht die Haut mit einer feinen Nadel leicht an. Treten an der mit Hausstaub-Allergenen getesteten Stelle nach einer Viertelstunde Rötungen und Juckreiz auf, deutet dies auf eine Allergiebereitschaft hin.

Therapie

Behandelt werden kann die Hausstaubmilbenallergie durch eine Hyposensibilisierung, auch Allergieimpfung genannt. Hierbei spritzt der Arzt das Allergen in wöchentlichem Abstand in zunehmend höherer Konzentration. Ist die maximale Dosis erreicht, wird alle sechs bis acht Wochen eine gleichbleibende Menge verabreicht. Ziel ist es, das Immunsystem langsam an die vermeintlich gefährlichen Stoffe zu gewöhnen. Die Dauer der Behandlung wird mit drei bis fünf Jahren angegeben.

Maßnahmen

  • Kopfkissen und Bettwäsche sollten alle sechs bis acht Wochen bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen werden, da die Milben bei diesen Temperaturen abgetötet werden. Ratsam ist es, die alte Matratze alle acht Jahre durch eine neue zu ersetzen.
  • Im Schlafzimmer gelten eine Luftfeuchtigkeit zwischen 45 und 55 Prozent sowie eine Raumtemperatur von höchstens 18 Grad Celsius als optimal, da ein trockenes und kühles Raumklima der Fortpflanzung der Hausstaubmilben entgegenwirkt.
  • Auf Staubfänger wie Teppiche, Pflanzen, Dekorationsartikel oder lange Vorhänge sollte verzichtet werden. Polstermöbel sind durch Holz- oder Ledermöbel zu ersetzen.
  • Beim Staubsaugerkauf ist darauf zu achten, dass dieser einen Feinstaubfilter, einen sogenannten HEPA-Filter, besitzt.
  • Da als Nahrung der Hausstaubmilben nicht nur menschliche, sondern auch tierische Hautzellen dienen, wird empfohlen, Tiere nicht in die Schlafräume zu lassen.
  • Auch Kuscheltiere sollten regelmäßig bei 60 Grad Celsius gewaschen oder alternativ 24 Stunden lang in das Tiefkühlfach gelegt werden.

Spezielle Produkte

Bei Amazon erfährt das Milben abtötende Mittel „Chrysamed Milbenspray“ durchgehend positive Rezensionen. Ein Rückgang der allergischen Reaktionen durch Nutzung dieses Produkts wird von den Kunden berichtet, störende Gerüche werden nicht wahrgenommen. Laut Hersteller lässt sich das Milbenspray unter anderem für Matratzen, Teppiche, Decken, Kissen sowie Tierlager anwenden; die Wirksamkeit wird mit 95 Prozent nach 48 Stunden angegeben.

Auch das „Milbiol Milbenspray“ erhält bei Amazon eine gute Bewertung. So geben Käufer an, dass durch dieses Mittel Symptome wie Niesen und Husten der Vergangenheit angehören. Kritisiert wird lediglich der unangenehme Geruch, der sich jedoch nach ein paar Stunden verflüchtigen soll.

Ebenso wird der „Kissenbezug 80×80 Encasing“ bei Amazon von Kunden weiterempfohlen. So berichten diese, dass die Symptome einer Hausstauballergie gelindert werden. Das Material wird als angenehm empfunden, Knistergeräusche werden nicht wahrgenommen, das Schwitzen wird nicht begünstigt.